Konfliktklärung

Wie geht Konfliktklärung?

In der Konfliktklärung geht es nach dem Aufdecken der Streitpunkte vorwiegend um eine Lösungsfindung und nicht um eine Schuldzuweisung. Deshalb sollte das Motto einer Konfliktklärung heißen:

„Auf der Suche nach Lösungen und nicht nach Schuldigen!“

Konflikte sind nicht grundsätzlich negativ zu bewerten. Im Gegenteil, sie sind “eine unvermeidbare und für den sozialen Wandel notwendige Begleiterscheinung des Zusammenlebens in allen Gesellschaften” (Ropers).

Sozialer Wandel geht häufig mit Konflikten einher, die mitunter auch gewaltsam und destruktiv sein können. Eine systematische Vermeidung und Diskreditierung von Konflikten wäre kontraproduktiv, weil sie gesellschaftliche Veränderungsprozesse blockieren würden. Konfliktlösungen bestehen darin, Mittel und Wege zu finden, die unterschiedlichen Sichtweisen und Interessen der am Konflikt Beteiligten deutlich werden zu lassen, gewaltfreie und konstruktive Formen zu entwickeln, um einen gemeinsamen Lern- und Veränderungsprozess im Sinne einer Konfliktpartnerschaft zu gestalten.

Dabei kann eine allparteiliche Konfliktbegleitung als Krisenmanagement hilfreich sein.

Beispiele im familiären Kontext

 

  • Wie gehe ich mit einem Beziehungsabbruch zu einer Person in meiner Familie um?
  • Weshalb wurde ich aus meinem Familiensystem ausgeschlossen?
  • Wie löse ich Konflikte zwischen meinen Kindern und mir oder als Erwachsener mit meinen Eltern?
  • Wie bereinige ich Konflikte innerhalb der Paarbeziehung?
  • Wie löse ich Verwicklungen zwischen Stiefkindern, Halb- oder Stiefgeschwistern, angenommenen Kindern und “mitgebrachten” Kindern innerhalb meiner Patchwork-Familie?
  • Weshalb habe ich einen unsicheren Platz in meiner Adoptionsfamilie?

Beispiele im beruflichen Kontext

 

  • Was sollen wir tun,
  • – wenn jemand in unserem Team ständig seine Befugnisse überschreitet?
  • – eine Person in unserer Abteilung durch fortgesetzt unkollegiales Verhalten auffällt?
  • – Teile unserer Mitarbeiterinnen bzw. Mitarbeiter einen deutlichen Loyalitätsverlust zur Organisation zeigen?
  • – unsere Streitigkeiten jede vernünftige Zusammenarbeit blockieren, so dass wir zu unserem eigentlichen “Geschäft” kaum noch kommen?
  • – wenn eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter gemobbt wird?